1. Ressourceneffizienz

 
Auf der Erde ist der Boden ein begrenztes Gut. Über 70% der weltweiten Flächen sind nur als Grünlandflächen geeignet. (Quelle WWF). Daher sind wir der Meinung, dass die Flächen welche für Ackerbau geeignet sind, für die menschliche Ernährung genutzt werden müssen. Darum verschwenden wir keine ackerfähigen Flächen als Weideland. Auf unserem Betrieb haben wir Flächen an Orten die topografisch bedingt
(z. B. Hanglage) keine dicke Humusschicht haben und somit nur als Grünland geeignet sind. Weiter besitzen wir Flächen in Mulden wo die feuchte Luft «liegen» bleibt. In Ackerkulturen, würden Pilzkrankheiten eine hervorragende Lebensgrundlage finden. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wäre hier viel zu hoch, daher nehmen wir diese Flächen ebenfalls als Futtergrundlage für unsere Tiere und produzieren Gras darauf. Nur der Wiederkäuer kann aus Gras Lebensmittel (Milch und Fleisch) für die menschliche Ernährung produzieren. Wir produzieren bewusst Milch und Fleisch da wir so den viel höheren Kalorien-Output haben. Das ist der Grund wieso wir keine Mutterkuhhaltung betreiben und diese Produktionsart als ressourcenineffizient bezeichnen. Mutterkuhhaltung mag zwar ethisch schön sein, jedoch wird nur Fleisch produziert. Wir produzieren gleichviel Fleisch, plus zusätzlich noch Milch.
Unsere Herde wird zurzeit ausgetauscht. Von schweren, grossen Kühen auf kleinere und leichtere Tiere. Die Rasse nennt sich Jersey.

 

Der grösste Vorteil der Jerseys, ist das Gewicht. Weil sie viel leichter sind, benötigen sie weniger Energie um sich selbst zu bewegen und den ganzen Körper in Fahrt zu halten.
Zusätzlich enthält ihre Milch rund einen Viertel mehr Fett und Eiweiss als jene von herkömmlichen Rassen.
Würden alle solche Milch produzieren, könnte man ein Viertel aller Milchtransporte einsparen und es käme trotzdem die gleiche Menge Fett und Eiweiss für Käse, Butter, Joghurt, etc. in die Fabriken.

Wir sind bestrebt, dass wir auf unseren Ackerflächen Kulturen anbauen, welche für die menschliche Ernährung geeignet sind. So zum Beispiel
• Weizen für Brot
• Raps für Rapsöl
• Zuckermais zum grillieren
• Gemüse
• Braugerste für Bier
• usw.

Wir sind erst am Anfang, daher ist zurzeit noch nicht alles umgesetzt. Finden wir die Konsumenten, die unsere Vision unterstützen, kommen wir schneller zu unserem Ziel.

Um dem Boden eine nachhaltige Pause zu gönnen, legen wir viel Wert auf die Fruchtfolge. Wir säen daher innerhalb von zehn Jahren zwei Jahre Grasland damit sich der Boden regenerieren kann. Schon unsere Vorfahren gaben dem Boden Pausen, in denen sie ihn mit Gras brachlegten.

In Zukunft wollen wir viel mehr auf Heu und Dürrfutter setzen, so dass wir möglichst kein Siloballen mehr produzieren müssen. Die Folie besteht aus Plastik und Plastik aus fossilem Erdöl.

Um die Ressourceneffizienz zu optimieren, setzen wir voll auf die Regionalität, denn damit sind nur kurze Transportwege nötig.


 

 

 

2. Tierwohl

 
Rinder sind Säugetiere, genau wie die Menschen auch. Von daher versuchen wir vieles von uns abzuleiten.
Aus diesem Grund wollen wir den Tieren ein gesundes, zufriedenes Leben in einer möglichst natürlichen und stressfreien Umgebung ermöglichen. Gesunde und natürliche Fütterung sind die Voraussetzung.
 
Am Ende des Lebens wollen wir ein hochwertiges, schmackhaftes
Fleischerzeugnis anbieten können, das sich von anderen klar abhebt. Eine ganzheitliche Tierverwertung ist uns sehr wichtig aus Respekt gegenüber dem geschlachteten Tier. NO FOOD WASTE.
 
Zudem setzten wir uns ein für:
 
•    Ausschliesslich Laufstallhaltung.  Die Tiere sollen selber entscheiden können wo und neben welcher anderen Kuh sie schlafen, fressen und stehen wollen. Denn wir finden es auch nicht wirklich angenehm wenn wir neben einer Person angebunden sind die wir nur schwer ertragen, auch wenn wir ab und zu mal Auslauf bekommen.
 
•     Langlebige Kühe, die deutlich älter sind als der Schweizer Durchschnitt. So schonen wir die Ressourcen weil wir weniger Tiere aufziehen müssen. Der Durchschnitt der Schweizer Braunviehherde, liegt zum Beispiel bei 5 Jahren und 11 Monaten. Nur schon die Aufzucht braucht 32 Monate, was eine Nutzung als Kuh von gerade mal 3 Jahren und 3 Monaten gibt. Die Holsteinherde schneidet hier leider noch schlechter ab. Mit den Jersey, erhoffen wir uns nur eine Aufzuchtdauer von unter 24 Monaten und eine Lebensdauer, welche als Ziel um einen Viertel Höher liegt, also bei ca. 8 Jahren. Unsere älteste Kuh bisher war Wirbel, Sie wurde 21 Jahre und 2 Monate alt. Nachher wurde sie leider altersschwach, sodass wir uns schweren Herzens von ihr trennen mussten. 

 

Wirbel

• gezielte Antibiotika-Anwendung (keine Prophylaxe), zuerst versuchen wir alles Mögliche, sodass gar kein Einsatz nötig ist.

• Tiere, die sich entwickeln können, ohne dass die Leistung im Vordergrund steht.

• Tiere mit eigenem persönlichem Namen, die zur Hoffamilie gehören.

• optimale Vorsorge auch für die Klauen, die sehr viel Gewicht tragen müssen.

• einen respektvollen Umgang mit Tieren in jeder Hinsicht. So geht zum Beispiel keine Milchkuh trächtig in den Schlachthof.

Unser Jungrind im Fair-Beef Stall
• erhält eine höchst bedarfsgerechte, faire Fütterung.
• lebt in sozialer Gruppenhaltung mit Auslauf.
• bekommt Heu mit vielen verschiedenen Kräutern.
• hat Zugang zu Ergänzungsfutter. (z.B. Salz und Mineralstoff)
• wächst langsam und gesund heran.
• hat eine garantierte Wertschöpfungskette.
• wird nur kurz transportiert zum regionalen Schlachthof.


 

 

 

3. Qualität statt Quantität


Beim Fleisch

•    wird durch einen einzigartigen Wasserreifungsprozess veredelt.
•    hat einen unverwechselbaren Geschmack.
•    ist rosa, durch unsere natürliche Fütterung
•    wird selbst abgepackt und vakuumiert,  die Herkunft des Fleisches ist
    zu 100 Prozent garantiert.
 
Bei der Milch:
Mit unserer Jersey-Herde, produzieren wir weniger Kilos Milch pro Kuh, jedoch im Gehalt die qualitativ hochwertigere.

Beim Raps:
Unser Rapsöl wird als kaltgepresstes, regional hergestelltes Öl produziert und verkauft.

Beim Verkauf:
Wir setzen voll auf den KM13-Laden in Uster. Er hat die gleiche Einstellung wie wir: Tolle Qualität aus der Region ist nachhaltiger, besser und sinnvoller als Massenware von irgendwo.